Bike-Science-fiction oder der Tag, an dem ich Jay Leno die Hand schüttelte

14 October 2016 | 6:25 am

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 41/2016/II), Folge 453: Einer der spannendsten und interessantesten Termine, die ich in meiner bisherigen Laufbahn als Wirtschafts- und Fachjournalist wahrnehmen durfte, ging in dieser Woche im fernen Kalifornien…

…über die Bühne. Die BMW Group hatte nach Los Angeles geladen – zu zwei Weltpremieren, einen Blick in den Eicma-Neuheiten-Darkroom sowie dem Grande Finale ihrer Iconic-Impulses-Tour anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums. Zusammen mit den anderen 149 geladenen Fachjournalisten from all over the world zeigte der Konzern, dass er nicht nur in puncto Fahrzeugtechnik und -Innovation sondern auch in der Organisation von Events eine ganz große Nummer ist.

Danke an die Weiß-Blauen für eine wirklich perfekte Organisation und Fahrzeugvorstellungen, die es in sich hatten. Am ersten Tag offenbarte uns die BMW-Truppe die neue Wunderwaffe für den amerikanischen Markt: ein Sechszylinder-Bagger. BMWs Interpretation des Motorradfahrens auf endlosen Highways, des Traums von Freiheit und der Verkörperung des „Grand American Touring“ hört auf den Namen Bagger K 1600 B.

B wie Bagger soll helfen, die US-Kunden anzubaggern und den Marktanteil der Weiß-Blauen von derzeit 4,2 Prozent auf dem nord- und südamerikanischen Markt in nächster Zeit zu verdoppeln. Mit der geplanten weltweiten Expansion soll auch das Händlernetz von BMW Motorrad weiter ausgebaut werden. Bis 2020 soll analog zum Absatzwachstum die Zahl der Händlerbetriebe von heute mehr als 1.100 auf dann 1.500 Standorte steigen.

Erhellend war auch der Besuch im Darkroom, wo wir bereits die Anfang November auf der Mailänder Motorradmesse Mailand zu erwartenden BMW-Weltpremieren wie R Nine T Urban GS, die kleine Enduro G 310 GS, die überarbeitete neue R 1200 GS und das Facelift des Basicmodells der R Nine T sehen durften.

Jay Leno hautnah

Am Abend stand dann mein persönliches Highlight auf dem Programm: der Besuch von Jay Lenos Garage. Hier hat der berühmte US-Talkmaster eine Sammlung von rund 200 edlen und raren Autos sowie Bikes zusammengeführt, die ihresgleichen sucht. Der Meister persönlich führte erstmals im großen Stil durch seine heiligen Hallen, eine museumsähnliche Fahrzeugsammlung. Dutzende von Flugzeughangars, vollgepackt mit Bugattis, Lamborghinis, Duesenbergs, Mercedes 300ern und gigantischen Hot Rods mit 50 Litern Hubraum und 1.500 PS. Wir waren eine halbe Nacht in der epochalen Garage unterwegs, um die Oldtimerschätzchen aller Couleur und Markenherkunft sowie unglaubliche Motorräder wie u.a. 25 (!) Brough Superiors zu bewundern. Unfassbar! Schade nur, dass man selbst nicht fotografieren durfte. Dafür begrüßte der Meister mich und zwei andere deutsche Kollegen persönlich. Locker in Jeans und Jeanshemd gewandet, aus einem Cola-Becher schlürfend, schüttelte er uns – „Hey guys, how are you doing? Nice to have you here“ – die Hand. Zum Abschluss des Events drehte der Meister auf einer selbst konstruierten Maschine mit Helikoptertriebwerk eine Runde. Wow, was für ein verrückter Hund! Für mich ein unvergesslicher Tag.

Die Zukunft auf zwei Rädern

Emotionaler und visueller Höhepunkt meines Business-Kurztrips nach L.A. war aber die Vorstellung der Zukunftsstudie Vision Next 100 im The Barker Hangar in Santa Monica. Lesen Sie in meiner Reportage, wie sich BMW Motorrad die Mobilität auf zwei Rädern in Zukunft vorstellt. Sie schmückt den aktuellen Newsletter genauso wie auch die vielen anderen Branchenmeldungen, die wir Ihnen wie gewohnt in unserem „Speed Read“-Digitaldienst präsentieren.

UMFRAGE

Euro 4 – Fluch oder Segen?

Die ab 2017 geltende Abgasnorm gefährdet die Erträge beim Verkauf von Bestandsmotorrädern!

Was sonst noch geschah in dieser Woche? Nun, wir arbeiten Schritt für Schritt unsere Recherchen auf der Intermot 2016 auf. Geben Sie uns noch ein wenig Zeit zum Schreiben. Wir füttern Sie in den nächsten Tagen und Wochen mit viel gutem Stoff. By the way: Stimmen Sie doch bei unserer Umfrage „Euro 4 – Fluch oder Segen?“ ab. Wir sind schon auf das Ergebnis gespannt.

Einen weiteren Hinweis in eigener Sache muss ich noch machen: Die Heino Büse MX Import GmbH macht uns darauf aufmerksam, dass uns in unserer „Wer liefert was“-Ausgabe 2016 auf Seite 20 leider ein Fehler unterlaufen ist. Denn Büse ist nicht mehr Importeur der Marke Airoh. Diese Funktion hat Jopa Racing inne. Wir bitten dies bei künftigen Airoh-Anfragen zu beachten.

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