E-Bike statt Auto – Fahrverbot: Darf ich trotzdem mit dem E-Bike fahren?

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30 October 2016 | 6:37 am

Sie müssen Ihren Führerschein vorübergehend abgeben? Ob Sie trotzdem mit einem E-Bike zur Arbeit fahren dürfen, hängt vom Typ des motorisierten Fahrrads ab. Rechtsexpertin Michaela Rassat klärt auf.

§ 1 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) besagt, dass Zweiräder, deren Motor die Tretkraft des Fahrers nur unterstützt, und die maximal 250 Watt Leistung und 25 km/h Höchstgeschwindigkeit haben, rechtlich als Fahrräder behandelt werden.

Dies gilt auch, wenn der Motor eine Anfahrhilfe mit einer Geschwindigkeit bis 6 km/h ohne Treten ermöglicht. Diese Fahrzeuge werden meist als Pedelecs bezeichnet. Für sie gilt das zeitlich begrenzte Fahrverbot nicht.

E-Bike oder Pedelec: Auf die Geschwindigkeit kommt es an

Anders ist es jedoch mit den sogenannten E-Bikes und S-Pedelecs. Als E-Bikes werden meist Zweiräder bezeichnet, die ohne Tretunterstützung allein mit einem Elektromotor unterwegs sind. S-Pedelecs sind Pedelecs, die mehr als 25 km/h erreichen.

Diese Verkehrsmittel können je nach Bauart und Variante bis zu 45 km/h schnell sein – und gelten nicht mehr als Fahrrad, sondern als Leichtmofa beziehungsweise als Kleinkraftrad. Für sie gilt das Fahrverbot.

Video: ADAC und Stiftung Warentest haben Pedelecs auf Sicherheit getestet

Wer trotzdem mit einem E-Bike oder einem S-Pedelec fährt, obwohl der Führerschein amtlich verwahrt wird, macht sich daher strafbar wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

est/spx

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