EICMA 2015: die Highlights (Teil 1)

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Wir fassen die Highlights der Mailänder Motorradmesse EICMA zusammen. Teil 1 mit Gastgeber Ducati und den Branchengrößen BMW, Honda und KTM.

Einmal im Jahr schaut die Zweiradwelt nach Mailand, wenn im November die neuen Modelle für das kommende Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden. In diesem Jahr begann die EICMA zwei Wochen später als üblich, da die Weltausstellung EXPO erst unmittelbar davor ihre Tore schloss.

Deshalb mussten sich die Motorradfans die Messefläche mit einer Ausstellung zu Textilverarbeitung teilen. Dem Enthusiasmus der Motorrad-Begeisterten ist dies jedoch nicht abträglich, zumal die Zweiradhersteller auf der noch bis zum Wochenende dauernden Ausstellung mit interessanten Neuheiten nicht geizen.

Allen voran die heimische Marke Ducati, die auf ihrer Heimmesse eine echte Neuheiten-Offensive präsentieren. Der traditionell sportorientierte Hersteller bietet mit der Panigale 959 (Bild oben) einen „Einsteiger“ in die Supersport-Welt mit 115 kW/157 PS an. Als Nachfolger der 899 Panigale bekommt der nun EURO 4-gemäße markentypische 90-Grad-Vau-Zwo-Motor mehr Hubraum spendiert, die Vollverkleidung wurde überarbeitet.

In eine ganz andere Kerbe schlägt die Ducati X-Diavel (Bild links), ein Power-Cruiser klassischen amerikanischen Zuschnitts, aber mit italienischer Finesse bei Aussehen und Motor: Mit nach vorn versetzten Fußrasten und der long-and-low-Attitüde schielt sie auf den US-amerikanischen Markt, vermutlich aus dem gleichen Grund muss die Kette als Endantrieb einem wartungsarmen und unter amerikanischen Motorrad-Fetischisten beliebten Zahnriemenantrieb weichen und die 156 PS ans Hinterrad weiterleiten.

Als zweites Kapitel der erfolgreichen Scrambler-Geschichte – im ersten Jahr konnte Ducati weltweit 15.000 Einheiten absetzen – kommt Ducati mit einem wirklichen Einsteigermotorrad: Die neue Scrambler Sixty2 (Bild links) wird von einem luftgekühlten Vau-Zwo angetrieben, der aus knapp 400 ccm Hubraum immerhin 30 kW/41 PS holt und damit locker in die Führerschein-Klasse A2 fällt.

Vierte im Bologneser Bunde ist eigentlich ein Trio: Die Hypermotard-Serie aus Hypermotard (Bild links), S-Version und Hyperstrada bekommt einen 937 ccm großen V2-Motor, der es auf 83 kW/113 PS und 98 Newtonmeter Drehmoment bringt – alles von elektronischen Helferlein eingebremst.

Als weiteres Highlight präsentieren die Italiener eine geländegängige Version des Allrounders Multistrada (Bild links): Die Enduro-Variante mit 160 PS soll mit 19-Zoll-Vorderrad und 17 Zoll hinten mit adäquater Bereifung, Speichenrädern, langen Federwegen und großem 30-Liter-Tank dem Platzhirsch BMW R 1200 GS das Leben etwas schwerer machen.

BMW selbst stellen in Mailand neben dem letzte Woche präsentierten Weltmotorrad G 310 R die logische Erweiterung der erfolgreichen Retro-Boxer-Baureihe R nineT vor: Den R nineT Scrambler mit der typischen hoch verlegten Auspuffanlage und Faltenbälgen an der Telegabel.

Doch der Scrambler (Bld rechts) trägt mehr Modifikationen in sich, als man sieht: Neben neuen Rädern mit groben Stollenreifen in typischer Offroad-Dimensionierung bietet das Bike mehr Federweg für einen gepflegten Geländeausritt.

Auch das modulare Rahmenkonzept mit demontierbarem Soziusrahmen und entsprechenden Variationsmöglichkeiten wurde für eine aufrechtere Ergonomie verändert. Weitere News zur BMW R nineT Scrambler erfahren Sie nach Klick auf diesen Link.

Optischen Retuschen erfreut sich die Mittelklasse-Endurobaureihe F 700 (Bild rechts) und F 800 GS mit einer größeren Sitzhöhen-Bandbreite, mit der nun von 765 mm bis 920 mm nahezu jede Fahrerstatur bedient wird.

Honda als weltgrößter Zweiradhersteller holt in diesem Jahr ein wenig Luft, auch wenn die heiß ersehnte Africa Twin endlich im Serientrimm zu sehen ist und fünf Mittelklasse-Allrounder überarbeitet antreten.

So bekommen die beiden 500er-Reihenzweizylinder, das Naked Bike CB500F sowie die sportliche CBR500R (Bild links), LED-Lichttechnik für Frontscheinwerfer und Rücklicht ebenso spendiert wie ein vergrößertes Tankvolumen mit aufklappbarem Tankdeckel und Zündschlüssel im „Wave“-Design.

Ein leichterer und kürzerer Auspuff fördert die Zentralisierung der Massen und damit das Handling. Ebenfalls aufgewertet zeigt sich die 48 PS starke Adventure-Version CB500X.

Auch die NC 750-Baureihe wird aufgefrischt: Integra, NC750S (Bild links) und NC750X entsprechen nun der EURO4-Abgasnorm, dazu erhält das Doppelkupplungsgetriebe einen dreistufigen Sport-Modus. Mehr Farboptionen für das LCD Display und ein tieferer Sound aus dem neuen Auspuff sollen das Fahrerlebnis, eine neu abgestimmte Showa-Vorderradgabel bei NC750X und Integra das Fahrgefühl verbessern.

Highlight am Honda-Stand ist aber die Serienversion der CRF1000L Africa Twin (Bild links), die hier letztes Jahr noch als Prototyp enthüllt wurde. Herzstück ist ein neu entwickelter Viertakt-Reihenzweizylinder mit 998 ccm, der es mit kompakten Zylinderköpfen mit einer Nockenwelle und vier Ventilen auf 70 kW/95 PS bei 7.500/min und ein maximales Drehmoment von 98 Nm bringt.

Eine Kurbelwelle mit 270-Grad-Kröpfung unterstützt die charakterstarke Auslegung, zwei Ausgleichswellen halten Vibrationen im Zaum. Als echter Geländegänger rollt die Africa Twin vorn auf einem 21-, hinten auf 18-Zoll-Rad.

Neben der 208 Kilo leichten Standardversion ohne ABS oder Fahrhilfen gibt es eine ABS/HSTC-Version mit Motorschutz, Handprotektoren und Traktionskontrolle. Außerdem ist eine CRF-Version mit einem speziell auf den Geländeeinsatz abgestimmten Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Die neue Africa Twin wird schon ab Jänner 2016 beim Händler stehen.

Die ehemalige Hard-Enduro-Schmiede KTM aus Österreich ist inzwischen ebenfalls ein Branchenriese. Um weiter zu wachsen, konzentriert man sich heuer ganz auf die Straßenwelt und erweitert seine herzogliche Duke-Familie.

Mit der 1290 Super Duke GT (Bild rechts) kommt ein Marathon-Sprinter mit einer geballten Ladung an Fahrer-Assistenzsystemen, angefangen bei der Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) einschließlich Traktionskontrolle über verschiedene Fahrmodi bis zum Quickshifter.

Langstrecken-Tauglichkeit stellen ein 23-Liter-Tank und die Vorbereitung für das optionale Gepäcksystem sowie Heizgriffe, Tempomat und ein einstellbares Windschild sicher. LED-Kurvenlicht und -Tagfahrlicht sind ebenso mit an Bord wie der 173 PS starke V2-Motor und ein semi-aktives Fahrwerk.

Eine Klasse darunter bekommen die 690er-Duke (Bild oben) und Duke R Euro-4-Triebwerke. Der Einzylinder leistet in der Duke mit 73 PS jetzt 5 PS mehr als zuvor. Ausgleichswellen sorgen für kultivierten Motorlauf, eine modifizierte Fahrwerksgeometrie optimiert Stabilität und Präzision.

Serienmäßig hat die Duke ein ABS an Bord, dazu enthält die Option „Track pack“ 2 Fahrmodi (Sport und Rain), eine Traktionskontrolle, eine Motor-Schleppmoment-Regelung und einen „Supermoto“ Modus. Die noch sportivere Duke R kommt dank Akrapovic-Endschalldämpfer sogar auf 75 PS Spitzenleistung bei entsprechend angepasstem Fahrwerk mit voll einstellbaren WP-Federelementen.


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