EICMA 2015: die Highlights (Teil 2)

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Die Highlights der Mailänder Motorradmesse EICMA: Teil 2 mit Yamaha, Suzuki, Kawasaki, Moto Guzzi, MV Agusta, Husqvarna und Triumph.

Yamaha hat eine längere Lufthol-Phase hinter sich und gibt nunmehr mit neuen Modellen Vollgas. In Mailand zeigte die Stimmgabel-Marke gleich drei interessante Neuheiten: Die MT-03 nutzt den famosen Antrieb und Fahrwerk aus der YZF-R3, also einen durchzugsstarken dohc-Reihenzweizylinder, der aus 321 ccm Hubraum 31 kW/42 PS schöpft. ABS, LED-Blinker, ein 14-Liter-Tank und 17-Zoll-Fahrwerk gehören ebenfalls dazu.

Als neues Oberhaupt der erfolgreichen MT-Familie kommt 2016 die MT-10 (Bild unten), ausgerüstet mit dem Crossplane-Reihenvierzylinder aus der YZF-R1 des Jahres 2015. Mehr Drehmoment bei niedrigen und mittleren Drehzahlen sind die neuen Kennzeichen, wofür die Maximalleistung auf rund 160 PS zurückgenommen wurde.

Drei Fahrmodi, Traktionskontrolle, eine Rutschkupplung und der Leichtmetall-Deltabox-Brückenrahmen unterstreichen die sportlichen Gene, der knappe Radstand von 1.400 mm spricht für enorme Handlichkeit.

Drittes Yamaha-Modell ist ein Sport Heritage-Derivat der MT-09: Mit der XSR 900 (Bild oben mit MotoGP-Superstar Valentino Rossi) kommt ein klassisches Sportmotorrad mit dem famosen 850-ccm3-Dreizylinder der MT-09, per Rutschkupplung, Fahrmodi und Traktionskontrolle domestiziert. Für die stilechte Optik zeichnet Roland Sands aus Kalifornien verantwortlich, der der XSR 900 das typische gelbe Yamaha-Block-Design verpasst hat, das in den Siebziger und Achtziger Jahren so populär war.

Husqvarna stellt auf der Messe die 701 Vitpilen (Bild links unten) – der weiße Pfeil – als Ausblick auf das späte 2016er-Modelljahr vor. Angetrieben von einem flüssigkeitsgekühlten 690-Kubik-Single nach KTM-LC4-Machart sollten hier rund 67 PS in einem puristischen Fahrwerk für herzhaft beschwingten Kurvenspaß sorgen. Die extrem moderne und minimalistische Ausführung richtet sich an progressive urbane Motorradfahrer.

Triumph konzentriert sich auf seine Stärken und legt beim Kultbike Speed Triple nach: 2016 kommt diese als S und R-Modell mit mehr Power und Drehmoment, mehr Kontrolle für den Fahrer und einem neuen Design. Am markantesten ist die modelltypische „Angry Eyes“-Optik, bei der die für die Speedy so typischen Doppelscheinwerfer durch abgesetzte Einfassungen auffallen.

Der 1.050-ccm-Reihen-Dreizylinder hat jetzt mehr Leistung und hält außerdem die Euro-4-Norm ein. Fünf Fahrmodi, ein abschaltbares ABS und eine mehrstufig einstellbare Traktionskontrolle werten die Speedy auf. Außerdem kommt die besonders sportliche Speed Triple 1050 R (Bild links) mit höherwertiger Ausstattung wie Federelementen von Öhlins und Anbauteilen aus Carbon – ab April 2016 im Handel.

Den Trend zum großen Tourer im Abenteuerlook bedienen die Briten mit der überarbeiteten Tiger Explorer-Familie. Die bietet mit gleich sechs Modellen in verschiedenen Konfigurationen eine breitere Spreizung mit zahlreichen Neuerungen.

Bei Explorer XC, Explorer XCx, Explorer XCa, Explorer XR, Explorer XRx und Explorer XRt (Bild links) mag man leicht den Überblick verlieren. Doch wer genau hinschaut, findet das exakt für ihn ausgestattete Bike.

Mit dieser Familie ist Triumph endgültig im Elektronik-Zeitalter angelangt: Neu sind eine Schräglagen-abhängige Traktionskontrolle, Kurven-ABS, ein semiaktives Fahrwerk, ein elektrisch einstellbares Windschild und eine Berganfahrhilfe. Der 1.215-ccm-Dreizylinder erfüllt nun die Euro-4-Norm.

Die kleine, aber feine italienische Schmiede MV Agusta mildert ihren Macho-Roadster Brutale 800 (Bild rechts) für ein breiteres Einsatzspektrum ab, ohne an der atemberaubend schönen Hülle etwas zu ändern.

Der überarbeitete Dreizylinder-Motor genügt nun der Abgasnorm Euro 4, leistet mit 85 kW/116 PS bei 11.500/min zwar knapp 9 PS weniger, dafür stieg das maximale Drehmoment leicht um 2 Nm auf 83 Nm und liegt nun deutlich früher bei 7.600/min an. Diese Abstimmung sollte der Fahrbarkeit zugute kommen.

Ebenso die Antihopping-Kupplung und der serienmäßige Schaltautomat, der Hoch- und Runterschalten ohne Kupplung erlaubt. Fahrwerkseitig nehmen ein längerer Radstand sowie ein größerer Nachlauf der italienischen Lady ihre Zickigkeit. Mit dem nun breiteren Einsatzbereich soll ein größerer Kundenkreis angesprochen werden.

Moto Guzzi legt sich im 95. Jahr ihres Bestehens mächtig ins Zeug und setzt mit der neuen V9-Baureihe ganz auf Tradition und Klassik. Dafür hat die Traditionsschmiede einen neuen luft-ölgekühlten V-Motor mit 850 ccm Hubraum, 40 kW/55 PS und 62 Nm Drehmoment bei lässigen 3.000 Umdrehungen entwickelt, der besonders fahrfreundlich ausgelegt sein soll.

Dazu kommt der Kardanantrieb, ein neuer Rahmen und zwei Modell-Varianten: Die V9 „Bobber“ kommt leicht und mit großen Rädern daher, die „Roamer“ (Bild rechts oben) markiert ein Mittelklasse-Custombike im Retrostil.

Viel extrovertierter tritt da der modern bis futuristisch gestylte Bagger MGX-21 (Bild rechts) auf, mit einer Fledermaus-artigen Frontverkleidung, integrierten großen Koffern und einem Scheiben-Vorderrad, die das im August 2016 Premiere feiernde Bike zum echten Hingucker machen.

Technisch basiert die MGX-21 auf der California 1400, kommt also mit dem durchzugsstarken 1,4-Liter-Aggregat, das 120 Newtonmeter Drehmoment aufbietet. Der lange Radstand und viele Kohlefaser-Komponenten machen aus der MGX ein wahrhaft imposantes Motorrad.

Kein Stillstand gibt es auch beim japanischen Schwerindustrie-Konzern Kawasaki, der auf der EICMA 2014 mit der Kompressor-Rakete H2R für Aufsehen gesorgt hatte.

Bei der diesjährigen Auflage lassen es die Japaner etwas weniger spektakulär angehen: Mit dem Roller J125 (Bild links) bauen die Grünen ihr Engagement im Scooterbereich aus.

Das Modell wird beim Partner Kymco in Taiwan gefertigt und übernimmt vom ABS bis zur Bordsteckdose die Annehmlichkeiten des Schwestermodells Kymco Downtown 125.

Markentypischer werden dagegen Hubraum-Fetischisten mit der neuen ZZR1400 Performance Sport (Bild links) beglückt, die sich von der Basis-ZZ-R durch einen Akrapovic-Auspuff, ein edles Öhlins TTX-Federbein, eine höhere Scheibe und gnadenlose Brembo Monobloc-Bremsen auszeichnet.

Für Supersport-Freunde hat Kawasaki eine neue ZX10-R als „Winter-Edition“ aufgelegt. Geändert wurden vor allem das Fahrwerk mit neuer Gabel, neuen Bremsen, neuer Elektronik und neuer Geometrie. Dazu liefert der nach Euro-4 modifizierte Reihenvierzylinder nun 147 kW/200 PS bei fahrfertigen 206 Kilo Gewicht. Zum vollständigen Elektronikpaket gehört eine Traktionskontrolle mit Gyroskop, ein Kurven-ABS und ein Schaltautomat.

Bei Suzuki warten alle nach wie vor auf den großen Befreiungsschlag, der das einstige japanische Vorzeige-Unternehmen aus der Lethargie holt. Eine Aussicht auf Besserung bietet die Vorstellung einer neuen GSX-R 1000-Version für das Modelljahr 2017.

2016 bringen die Japaner immerhin eine neue SV 650 (Bild rechts) mit überarbeitetem V2-Motor, der 76 PS bei 8.500 Umdrehungen und unverändert 64 Newtonmeter Drehmoment bietet. Das Euro-4-Aggregat soll mit unter vier Litern Super auf 100 km sehr sparsam sein. Dazu ist die Neue acht Kilo leichter als die Gladius-Vorgängerin.

Optisch gehorcht die SV dem Retro-Trend mit Rundscheinwerfer, Lackierungen mit Racing-Streifen und einen gestutzten Heck. Bei Instrumentarium herrschen mit großem LCD hinter einer Flyscreen jedoch moderne Zeiten.


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