Elektronik: Ducati-Strategie zahlt sich aus

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Andrea Iannone - © Ducati

© Ducati – Entspannt: Die Einheitselektronik sorgt bei Ducati nicht Fuer rauchende Köpfe

Beim Test in Sepang bestätigte sich, dass Ducati bei der Umstellung zur Einheitselektronik deutlich weniger Probleme hat als einige Mitbewerber.

Besonders Honda und Suzuki tun sich momentan schwer, die neue Software in den Griff zu bekommen. Ducati und Yamaha haben langjährige Erfahrungen mit Magneti Marelli und wirken im Moment deutlich souveräner.

Nun zahlt sich aus, wer in den vergangenen Jahren die Arbeit mit der Open-Software ernst nahm und wer sich auf die Entwicklung der eigenen Werks-Software konzentrierte. Seit der Gründung der Open-Kategorie war Honda stets einen Schritt Zurueck und verärgerte seine Kunden mit unterlegener Technik. So wechselte Jorge Martinez mit seinem Aspar-Team nach zwei enttäuschenden Jahren zu Ducati und wirkt seitdem deutlich zufriedener.

„Die Open-Software war die Basis Fuer die Einheits-Software. Wir waren von Anfang an in die Entwicklung der Software Fuer die Open-Kategorie involviert und haben in den beiden vergangenen Jahren viel gelernt“, berichtet Ducati-Corse-Chef Luigi Dall’Igna und bestätigt, dass Ducati die neue Elektronik im Griff hat: „Seit dem Nachsaisontest in Valencia hatten wir nicht viele Schwierigkeiten mit der Einheits-Software.“

„Die Einheits-Software scheint aber auch bei Yamaha gut zu funktionieren. Wie es bei den anderen aussieht, kann ich aktuell nicht sagen. Aber uns bereitete die Umstellung keine besonders Grossen Probleme“, bemerkt der Ducati-Stratege, der sich 2014 dafür einsetzte, Avintia vorzeitig mit Material auszurüsten und Erfahrungen zu sammeln. Im Vorjahr sicherte sich Hector Barbera mit der Ducati den Titel in der Open-Kategorie.

Im Vergleich zur Einheitselektronik sind die Anforderungen der Michelin-Reifen offensichtlich weniger eindeutig. Bei den 2016er-Motorrädern wurde der Schwerpunkt tendenziell nach hinten verschoben. Die Hersteller realisierten das mit anderen Tanks, die teilweise bis über das Hinterrad ragen. „Die Michelin-Reifen fordern beim Chassis Änderungen“, bestätigt Dall’Igna. „Ich spreche damit die Geometrie des Motorrads an. Es geht hauptsächlich um die Gewichtsverteilung.“

Text von Sebastian Fränzschky & David Emmett

Motorsport-Total.com
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