Es regnet. Egal – wir fahren trotzdem.

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Los geht´s: Frauentour mit Limbächer & Limbächer in Filderstadt
Foto: ©Klaus Limbächer

Bei der Vortour waren wir optimistisch, dass es bei der eigentlichen Ausfahrt nicht regnet. Eigentlich erwarteten wir große Hitze, denn im August brennt der Planet. Ich wurde von Limbächer&Limbächer, dem größten Motorradhändler in Deutschland, als Tourguide für eine Frauentour engagiert.

Gemeinsam mit Romy, die die Frauentour bei Limbächer& Limbächer koordiniert, meisterten wir die 220 km lange Vortour durch den Schwarzwald mit vielen Pausen. Das war im April, bei zehn Grad und Regen satt – nicht gerade einladend.

Am ersten Sonntag im August war es dann so weit. Sechs Bikerinnen trafen sich um 10:00 Uhr im Motorradhaus in Filderstadt. Es war schwül und roch bereits nach Regen. Der Anblick von Motorrad-Jeans und Turnschuhen erschreckte mich schon ein wenig. Das gibt nasse Füße … .

Frish gestärkt mit Kaffee und Bretzel fuhren wir los. Erst Richtung Tübingen, dann nach Westen über Alpirsbach nach Schenkenzell zur Mittagspause. Salate, Schnitzel und Pasta wurden bei strahlendem Sonnenshcien verdrückt. Motorradfahren macht hungrig. Weiter ging es über kurvenreiche Sträßchen bis zur nächsten Umleitung. Jetzt war das Navi gefragt. Nach gefühlten 100 Ansagen „bitte wenden“ musste ich doch anhalten. Als Tourguide sollte ich natürlich immer den Weg kennen. Zum Glück waren wir nach kurzer Neuberechung und einem Umweg wieder auf Kurs.

Nach dem Tankstopp fing es an zu Regnen. Erst zögerlich, dann heftiger. Und die Kaffeepause war noch nicht in Sicht. Sollte ich nun schnell umdisponieren und wo anders Halt machen oder am ursprünglichen Plan festhalten und zur Nagoldtalsperre fahren? Ich entschied ich für letzteres.

Triefend nass kamen wir an, doch von schlechter Laune keine Spur. Während ich gut eingepackt und innen trocken einen Kaffe bestellte, mussten andere erst mal ihre Klamotten auswringen. Wie sehr erinnerte mich das an meine Anfangszeiten als Bikerin, in denen ich schlecht ausgerüstet aber voller Erlebnishunger unterwegs war.

Die Gruppe beklagte sich nicht. Diese Frauen sind tough, dachte ich bei mir. Wir unterhielten uns noch eine Weile über Bekleidung, Motorräder, Reifen und alles mögliche, bis wir uns schließlich verabschiedeten. Ich fuhr mit einigen wieder nach Filderstadt zurück, während die anderen auf direktem Wege heim fuhren.

Bei dieser Tour war alles dabei: Von der kleinsten Straße bis zur Autobahn, von schönstem Sonnenschein bis zu anhaltendem Regen. Uns hat es Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächste Tour – der Regen kann mich mal 😉
  


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