Fahrbericht E-Motorrad Energica Eco – Tesla for One: So fährt das heißeste Motorrad für Öko-Freaks

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Wer oder was kommt denn da? Ein Pfeifen und Zischen wie das Hover Board von Marty McFly auf dem Weg „zurück in die Zukunft“. Und was dann um die Ecke biegt, ist tatsächlich eine Realität gewordene Vision: Ein Sport-Motorrad mit Elektro-Antrieb. Nicht das erste seiner Art, aber das schnellste und stärkste: In unter drei Sekunden beschleunigen 136 PS die „Energica Ego“ von null auf Tempo 100, sie erreicht ein Spitzentempo von 240 km/h. Werte, die eigentlich nur potente Vierzylinder erreichen.

Sport ja, Futurismus nein

Die italienische Firma CRP, sonst beschäftigt mit dem 3D-Formprinting für die Formel 1 und die NASA, hat das E-Bike von Grund auf neu konstruiert – und trotzdem darauf verzichtet, ihm auch noch ein futuristisches Styling mitzugeben. „Die Ego wendet sich an Motorradfahrer, die sportliche Maschinen mögen“, erklärt CRP-Chefin Livia Cevolini, „aber die etwas Besonderes suchen.“

Und besonders ist diese Maschine ohne Zweifel. Das wird schon bei der ersten Sitzprobe klar: Kein Kupplungshebel an der linken Lenkerhälfte, kein Ganghebel an der Fußraste. Und kein Geräusch nach dem Druck auf die Startertaste. Dafür die Möglichkeit, den E-Motor in Gegenrichtung drehen und das 260-Kilo-Teil rückwärts rangieren zu lassen. Das kann einem bei leicht abschüssigen Parkbuchten das Leben retten.

Wo sind all die Kilos hin?

Das stolze Gewicht (258 kg) scheint zu verschwinden, wenn man erst einmal in leicht geduckter Sitzposition in Schwung gekommen ist. Die Ego ist sicher nicht das achte Weltwunder in Sachen Agilität, aber ein großer Teil des Gewichts sitzt dort, wo er am besten aufgehoben ist: Als Akku-Pack so tief wie möglich. So schwingt das E-Bike lustig durch lange Kurven und beschleunigt aus ihnen so vehement heraus, wie man es von üppig motorisierten Maschinen kennt.

150 Kilometer Reichweite verspricht der Hersteller bei sanfter Fahrt, 100 bei zügiger – also der, der diesem Öko-Renner angemessen ist. Die Testfahrt zeigte, dass diese Papier-Werte durchaus in der Realität ankommen. Somit taugt die Eco zum täglichen Motorrad-Pendeln ins Büro, und den Sonntag-Morgen-Tour-Quckie. Außerdem gibt es Benzin-Bikes, die auch nach 150 Kilometern nach der Zapfsäule rufen. Dort tritt natürlich dasselbe Problem auf wie bei reinen Elektro-Autos: Man muss eine kompatible Schnelllade-Station ansteuern – oder eine vierstündige Pause einplanen.

Elektrisches Pfeifen

An den Sound, die andere typische E-Eigenschaft, müssen sich Biker, die vom Harley-Twin umsteigen, natürlich gewöhnen. Es geht aber  – schließlich ist auch das V2-Bollern nur als „motorrad-typisch“ gelernt. Bei Motorrädern könnte das elektrische Pfeifen jedenfalls viel schneller als typisch gelten als bei Autos: bei diesem oft für Kurzstrecken genutzten Luxusprodukt sind die Nachteile eines Stromers für die Kunden leichter zu akzeptieren.

Ob das auch für den größten Nachteil gilt? Die fährt Ego schon in ähnliche Preisregionen wie ein vollwertiges Akku-Auto. Für 30.000 Euro inklusive Steuern bekommt man auch die Topmodelle von Kultmarken wie Harley und Ducati. CRP peilt einen jährlichen Absatz von etwa 1000 Einheiten an, wenn die Energica Ego und ihre noch teurere, limitierte Schwester Ego45 ab nächstem Jahr bei den drei Händlern in Deutschland stehen. So exklusiv, immerhin, ist keine Ducati.

Technische Daten Energica Eco

  • Elektromotor mit 110 kW ( 136 PS)
  • Akku-Kapazität: 11,7 kWh
  • Gewicht: 258 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Beschleunigung 0-100 km/h: 2,9 sec.
  • Reichweite: ca. 120 km
  • Preis: ca. 30.000 Euro

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