Gefragtes Alteisen: Reaktivierung der Viertelliter-Einzylinder-Klasse geplant

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Kubanische Leichtgewichte auf dem Podest: Bester DDR-Fahrer war 1988 auf dem Sachsenrichg Jürgen Wächter auf Platz 2.Ehemalige Rennfahrer und der Allgemeine Deutsche Motorsportverband (ADMV) erwägen offenbar die Reaktivierung der Viertelliter-Einzylinder-Klasse, wie sie bis zur Wende im Straßenrennsport der Ostblockländer gefahren wurde. Möglicherweise wird das Projekt in der Klassikszene angesiedelt.

Überlegungen, die Viertelliter-Einzylinder-Klasse wieder neu zu beleben, fällt bei den ehemaligen Teilnehmern auf fruchtbaren Boden: „Mein altes Motorrad ist noch da, wenn man so etwas neu auflegt, sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Eine komplette Saison aus dem Stand ohne Anlauf mit acht oder zehn Rennen, wird nur schwer möglich sein. Ein einzelnes Rennen mit allem, was dazu gehört, vielleicht als Einladungsveranstaltung, ist denkbar: Älteren Motorsportfans könnte man damit eine Freude machen, da geht es auch ums Wiedersehen”, erklärt mit Michael Freudenberg aus Bischofswerda einer der international erfolgreichsten Akteure dieser Klasse. Harald Täger vom ADMV erinnert, dass die 250er Einzylinderkategorie ihren Ursprung in der DDR hat. „Mit der Wende war das Interesse aber nicht mehr da”, sagt er. Mit der Osttechnik hatte damals niemand mehr etwas am Helm. Doch inzwischen ist das Interesse zurück. „Finanziell freundlich waren die 250er Einzylinder allemal”, betont Täger. „Die Motoren, wie wir sie damals gefahren haben, können 1000 Rennkilometer aushalten, da sind die Kosten überschaubar. Allerdings bräuchte man eine Lösung für Kolben und Kolbenringe, das ist eben eine Materialfrage”, ergänzt Freudenberg. Auch wenn es seinerzeit nicht ganz ohne Teile aus dem Westen ging, waren die 250er Einzylinder-Straßenrenner doch weitgehend Made in GDR. In die beispielsweise von Warten auf Wiederbelebung: Viele Piloten haben ihre alten Schätze noch.Frank Wendler gefertigten Fahrgestelle wurden MZ-Motoren geschraubt. Deren Leistungsabgabe lag Ende der 1980er Jahre über 50 PS, das Gesamtgewicht das Gesamtgewicht rund 85 Kilogramm. Und die Scheibenbremsen vom 250er MZ-Serienmodell war offenbar so gut, dass sie auch für den Rennsport dieser Kategorie taugten. Das die von Hartmut Bischoff in den 1960er konzipierten Einzylinder-Drehschiebermotoren Extraklasse waren, steht außer Frage, immerhin haben mehrere Fahrer bis zum Ende der DDR auf diese Technik vertraut. Und die von Freudenberg eingesetzten modifizierten Einzylinder-Eigenbaumotoren mit zwei Vergasern waren auch international absolut konkurrenzfähig. Einen leichten Stand hatten die DDR-Fahrer trotz ihres handwerklichen Geschicks in den Rennen der Ostblockländer aber keineswegs. Oft dominierten die Kubaner den „Pokal für Frieden und Freundschaft“. Der Bischofswerdaer erklärt: „Das waren zweifellos gute Fahrer, doch ihr großes Plus war nicht etwa die von ihnen gefahrene CZ-Technik, sondern eben ihre Leichtgewichtigkeit. Mit Kombi waren sie kaum schwerer als 55 Kilogramm. Die haben die Rennen auf der Bremse gewonnen.” Die Ausbeute der DDR-Fahrer bei den internationalen Rennen, konnte sich trotz der Überlegenheit lateinamerikanischer Motorradsportler um den waghalsigen Eduardo Cenzano sehen lassen. Und in der Gunst der Fans standen Freudenberg & Co ohnehin ganz oben.
Infos unter 030/65762930 oder www.admv.de.


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