Harley-Davidson Road Glide – Mit dem fetten Bike durch Florida: So planen Sie Ihren Traum-Trip

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Mit 87 PS auf der Harley-Davidson Road Glide über die Florida Keys cruisen – davon träumen wohl viele USA-Fans. Wir haben das wuchtige Bike getestet und geben Tipps, wie Sie den perfekten Motorrad-Trip im Sunshine State planen.

Die Seven Mile Bridge teilt wie ein überdimensionierter Reißverschluss das Meer in zwei Hälften. Ein perfekter Streifen Asphalt für einen großvolumigen Tourer wie die aktuelle Harley-Davidson Road Glide. Die knapp zehn Kilometer lange und weich geschwungene Brücke führt in Richtung Süden nach Key West, dem Endpunkt der Inselgruppe Florida Keys. Sonor blubbert der fette Zweizylinder, man genießt die salzige Meerluft und gleitet souverän dahin.

Die Sharknose von Harley

Die Road Glide ist wohl das perfekte Bike, um den „Sunshine State“ Florida zu erkunden. Mit seiner sogenannten Sharknose-Verkleidung erkennt man es schon von weitem. Die charakteristische Haifisch-Maul-Optik gibt nicht nur Sportcoupes wie beispielsweise dem legendären 6er BMW der Baureihe E 24 einen bösen Blick, sondern lässt auch den lässigen Brummer aus  Milwaukee „bad“ aussehen.

Der voluminöse Vorbau lastet nicht auf der Vordergabel, sondern ist am Rahmen der Maschine montiert. Er bleibt starr, wenn der Lenker eingeschlagen ist, und sorgt für eine neutralere Gewichtsverteilung. Mit ihren 385 Kilo ist die Road Glide allerdings trotzdem in der Superschwergewichtsklasse unterwegs.

Superschwergewicht mit reichlich Luxus an Bord

Und manchmal wünscht man sich am Lenker die Reichweite eines Vladimir Klitschko. Auch mit einer Körpergröße von 1,85 Metern ist es kaum möglich, den Touchscreen-Bildschirm aus der Fernsehsessel-haften Sitzposition heraus zu erreichen. Mit ein wenig Übung kann man das üppig ausgestattete Info- und Entertainment-Angebot  immerhin bequem mit den klug am Lenker angeordneten Schaltern und Hebeln bedienen.

Auf Wunsch eine Frau

Lob verdient das Navigationssystem. Der Bildschirm ist auch bei grellem Sonnenlicht gut zu erkennen, das Menü lässt sich intuitiv einstellen und auf Wunsch gibt eine Frauenstimme Anweisungen für das nächste Manöver. Der Touchscreen-Bildschirm reagiert auch auf Druck mit in Handschuhen verpackten Fingern.  

Keyless Go macht fummeln überflüssig

Eine weitere Neuerung macht nerviges Gefummel in den Taschen überflüssig. Der Motorradschlüssel hat einen eingebauten Sender, wie man das von Automodellen als „Keyless Go“ kennt. Der Sender aktiviert die elektronischen Sicherheitsfunktionen automatisch, sobald sich der Fahrer dem Bike nähert. Der Sender und der Schlüssel können also in der Tasche bleiben, das Motorrad ent- und verriegelt sich von alleine.

Für ein echtes Aha-Erlebnis sorgt die erste Fahrt bei Dunkelheit auf der Road Glide. Die beiden Scheinwerfer sind nicht nur ein markantes Designelement, sondern leuchten die Straße erstaunlich großflächig und hell aus. „Dual Daymaker Reflector LED-Scheinwerfer“ nennt Harley die Lichtanlage. Vorbei die Zeiten, als man seine Maschine in der Nacht wegen funzeliger Beleuchtung lieber stehen ließ.  

So fährt sich die Road Glide

Doch bei allen Neuerungen bleibt der Harley-Fan im Grunde seines Herzens wohl Traditionalist. Etwas anderes als ein großer, blubbernder Zweizylinder passt einfach nicht zu einer Harley! Wie ein gutes Gitarren-Riff aus einem Hardrock-Evergreen fetzt der V2 einen Akkord aus Stahl aus seinen Sidepipes. Knapp über Standgas liegt satt Power an und der Big Twin schiebt den Koloss druckvoll vorwärts. Mit einem schönen metallischen Klacken rasten die Gänge ein.

Die Road Glide ist  – wie der Name verrät – ein echter Gleiter und nichts für Biker mit einer nervösen Gashand. Die Maschine leistet 87 PS und bietet damit ausreichend Power in jeder Verkehrslage. Harley-Davidson macht im Datenblatt traditionell keine Angaben zu Topspeed und Beschleunigungswerten. Wer den Gashahn aufreißt, katapultiert die Maschine jedenfalls auf Sportwagenniveau von 0 auf 100, Überholmanöver auch ohne Gangwechsel werden problemlos absolviert .

So fährt man eine Harley durch die Stadt

Mit wenigen Tipps lassen sich auch dicke Brummer wie die Harley Road Glide geschmeidig in der Stadt bewegen. Wenn es eng wird, wird nur  mit der Hinterradbremse gebremst. Das Geheimrezept für stabiles Langsamfahren  ist die Schleppkupplung.  Die Kupplung wird an dem Übergangspunkt gehalten an dem sie gerade noch zieht. Dann reicht ein kleiner Impuls mit der linken Hand, um Motorkraft zu geben oder das Rad freilaufen zu lassen. Im Zusammenspiel mit einer leicht gedrückten Hinterradbremse kann man das Ganze mit leicht erhöhtem Gas machen.  Es ist erstaunlich, welch stabilisierende Wirkung die Kreiselkräfte des etwas schneller laufenden Motors haben.

Nie mehr als 130 – in den USA

Mehr als 80 Meilen (also knapp 130 km/h) sollte man auf amerikanischen Straßen nicht fahren. Dann wird es auch hinter der Harley-Verkleidung ungemütlich und man merkt, dass die Maschine nicht für deutsche Autobahnraserei ausgelegt ist.  Leider bieten die kerzengeraden Highways Floridas kaum einmal die Chance, die Kurvenqualitäten der Road Glide zu testen. Man freut sich über jede geschwungene Auffahrt zu einem Freeway, um die Harley mal in Schräglage zu bringen. Wenn man sich jedoch einmal an den Lenker „Modell Wünschelrute“ gewöhnt hat, lässt sich das Motorrad geschmeidig in die Kurven drücken.

Der Preis für die vollausgestattete Maschine aus Milwaukee ist allerdings üppig: Die Road Glide ist ab 26.145 Euro zu haben.

Video: Harley-Davidson Softtail Blackline

Tipps: Motorradreisen in Florida

Mit der Harley durch die Keys – für viele Biker ist das ein typisch amerikanischer Traum-Trip. Wir haben Tipps und Tricks für den Motorrad-Urlaub zusammengestellt.

  • In Miami gibt es eine Reihe von Motorrad-Vermietern. Einen Rundum-Service bietet  Eaglerider, die eine Mitstation direkt in Miami Beach betreiben und auch geführte Touren organisieren. Die Auswahl an aktuellen Harleys ist groß, leider sind auch die Preise oben angesiedelt. Eine Road Glide kostet pro Tag 137, 15 Euro. Mit diversen Zuschlägen und einer sinnvollen Teilkaskoversicherung  landet man bei über 200 Euro pro Tag.
  • Etwas  günstiger kann man ein Bike bei Peterson’s Harley Davidson bekommen. Der Händler hat zwei riesige Shops im Süden und im Norden Miamis. Der Laden im Süden bietet sich als Mietstation für einen Trip auf die Keys an. Für knapp 175 US-Dollar (160 Euro) pro Tag kann man alle aktuellen Tourer mieten, Sportster sind schon ab 110 Dollar (100 Euro) zu haben. Helme, zusätzliche Gepäcktaschen und Regenklamotten (unbedingt einpacken!) sind inklusive. Lediglich die Teilkaskoversicherung kostet knapp 15 Euro extra.
  • Wer in Miami landet, sollte einen Trip auf Florida Keys machen. Die Strecke ist fahrerisch anspruchslos, gehört aber zu den Strecken, die man einmal in seinem Leben gefahren haben sollte. Eine Übernachtung in Key West ist Pflicht, schließlich ist die quirlige Stadt ein Party-Mekka mit Bars und Nightclubs. Bekanntlich hat sich schon Ernest Hemingway hier den einen oder anderen Drink gegönnt. Also: Motorrad stehen lassen und und am nächsten Morgen weiterfahren. Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist riesig.
  • Die Orte entlang des Overseas Highways sind auf den ersten Blick nicht besonders einladend. Doch das täuscht. Zwischen den Orten Marathon und  Islamorada verstecken sich nette Hotels sowie Strandbars mit Livemusik und Restaurants.

Tipps von US-Motorrad-Cops

Es  erfordert schon etwas Übung, eine vollgepackte Road Glide mit einem Sozius hinten drauf lässig in der Stadt um enge Kurven zu bewegen. Was mit Motorrädern dieser Gewichtsklasse jedoch möglich ist, beweisen Motorrad-Cops aus den USA regelmäßig auf Geschicklichkeits-Wettbewerben (Link zum YouTube-Video). Jerry „Motorman“ Pallandino ist der Guru unter den Harley-Akrobaten. Auf seinem Youtube-Kanal gibt er wertvolle Tipps und preist sein Lehr-DVDs an (Link zur Webseite).

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Thomas Pospiech


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