Kraftzwerg Suzuki Swift Hyabusa – Kreuzung aus Motorrad und Auto mit 330 PS

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Was haben diese beiden Fahrzeuge gemeinsam? Den Motor! Rallye-Ass Niki Schelle nahm einen spießigen Suzuki Swift und pflanzte ihm das Herz eines Rennmotorrads ein. Ergebnis der Kreuzung: der schärfste Swift aller Zeiten. Von Michael Görmann

Wenn nachts um zwei das Telefon klingelt, muss es wichtig sein. Oder ein Spaßvogel. Als es bei Ex-RallyeFahrer Niki Schelle klingelt, ist es ein bisschen was von beidem. Am anderen Ende sind Christian Andersen und Jörg Machalitzky, in bester Laune nach einem langen Messeabend. Die beiden Suzuki-Manager haben eine Frage: „Sag mal, Niki, was würdest du tun, wenn wir dir einen Swift geben und sagen: Mach was draus.“

Niki Schelle, der in dieser Nacht ohnehin nicht schlafen kann, braucht nicht lange zu überlegen. Und auch nicht viel Zeit, um seine Ideen umzusetzen.

 

Rennsemmel erster Güte

Nur drei Monate später steht das Ergebnis da. Es knattert, faucht und spotzt wie ein Rallye-Auto, und wer es wagt, sich hineinzusetzen, erlebt sein gelbes Wunder.

Der Swift “ì la Schelle“ ist eine Rennsemmel erster Güte. Äußerlich unscheinbar, nur ein überdimensionaler Heckspoiler oben am Dach verrät ihn.

Unter dem Blech ist der Wagen komplett entkernt. Ein Rahmen aus armdicken Stahlrohren hält die Karosserie und den kleinen Motor zusammen. Auch der Antrieb hat mit dem Serien-Swift (1,6 l, 136 PS, 18.990 Euro) nichts mehr gemein.

 

Schelle bediente sich bei der Wahl des Antriebs in einem anderen Regal des japanischen Fahrzeugherstellers – bei den Motorrädern. Einer Hayabusa-Sportmaschine entnahm er ihr 1,3 Liter großes Herz und pflanzte es dem Swift ins Heck. „Weil Motorradmotoren nicht so sehr auf Drehmoment ausgelegt sind, haben wir noch einen Turbo obendrauf gesetzt“, sagt der ehemalige Rallye-Fahrer, der 2002 auf Suzuki an der Weltmeisterschaft teilnahm. Ergebnis: 0,3 Liter weniger Hubraum als Muttis normaler Swift, aber 330 PS. Bei der Umsetzung half der englische Dienstleister ZCars.

Japan liebt die „Formula Hayabusa“

Ein Auto mit Motorradmotor – die Idee ist nicht so abwegig, wie es zunächst scheint. In Japan gibt es bereits seit Jahren eine „Formula Hayabusa“ – leichte Rennwagen mit Mopedmaschinen. Und ZCars hat auch schon Minis mit Motorradmotoren zu Beschleunigungsmonstern aufgemotzt.

Also rein in den gelben Zwerg! Schalensitze mit Hosenträgergurten warten auf zwei Wagemutige. Aus dem mattschwarz bezogenen Cockpit (wegen der Spiegelung) schauen dich Motorradinstrumente an. Ansonsten: viel nacktes Blech.

Rauf aufs Gas! Der Turbolader sitzt dem Fahrer direkt im Nacken. Er pfeift und zischt mit dem frei liegenden Motor um die Wette. Der dreht bis 10.000 Touren – und klingt wie der Vorhof zur Hölle.

Ein richtiger Rennwagen eben, ein wildes Biest mit Sperrdifferenzial, verstellbarem Fahrwerk und einem riesigen Hebel für die hydraulische Handbremse. Dieses Ding macht Laune. So viel konnten wir auf dem Hockenheimring selbst erfahren. Geschaltet wird wie sonst in keinem anderen Auto: Man tritt zwar ganz normal die Kupplung, muss dann jedoch zum Gangwechsel kleine Knöpfe hinten in den Lenkradspeichen drücken. Rechts hoch und links herunter – übrigens sequenziell, also ein Gang nach dem anderen, denn auch das Getriebe stammt aus dem Motorrad.

Der Hayabusa-Swift wird leider ein Einzelstück bleiben. Denn serientauglich ist das alles nicht. Die Kupplung etwa hält im Auto nur schlappe 50 Kilometer – aber die haben es wirklich in sich.

 

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