Michelin & Software: Werden die MotoGP-Rennen spannender?

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06. Februar 2016 – 13:28 Uhr

Bradley Smith absolvierte in Sepang als einziger Fahrer eine Rennsimulation – Seine Eindrcke lassen auf spannende Rennen hoffen, vor allem im letzten Renndrittel

Bradley Smith

Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) fuhr in Sepang eine Rennsimulation

© Tech 3

(Motorsport-Total.com) – Beim ersten Wintertest in Sepang arbeiteten die MotoGP-Teams hauptschlich an der neuen Einheitselektronik und an der grundstzlichen Abstimmung des Gesamtpakets. In der Regel wurden jeweils nur eine handvoll Runden am Stck abgespult. Rennsimulationen werden voraussichtlich erst beim dritten und letzten Test in Katar auf dem Programm stehen. In Malaysia absolvierte lediglich Bradley Smith am Mittwoch eine Renndistanz. Seine Eindrcke waren interessant.

Die Rundenzeiten des Briten pendelten sich bei 2:02,2 bis 2:02,5 Minuten ein. Erst am Ende der insgesamt 20 Runden stiegen die Zeiten auf 2:02,7 und 2:03,4 Minuten an. Ein erster Indiz fr den Reifenverschlei von Michelin. „Es ist anders. Ich wrde sagen, der Michelin-Reifen hlt lnger„, findet Smith. „Der Bridgestone-Reifen war in den ersten fnf Runden sehr gut, hat dann stark abgebaut und blieb dann auf diesem Niveau stabil.“

Ein wesentlicher Faktor ber die Renndistanz ist auch die Elektronik. In diesem Bereich stehen noch alle Teams am Anfang. „Es ist aber auch klar, dass das Motorrad mit dieser Elektronik sehr schwierig zu fahren wird, wenn der Reifen nachlsst“, betont Smith seine Eindrcke. Die bisherige Software der Hersteller konnte sich auf ndernde Gegebenheiten wie nachlassende Reifen oder weniger Grip automatisch einstellen. Die ECU lernte praktisch in Echtzeit und passte Parameter wie Traktionskontrolle oder Anti-Wheelie-Kontrolle an.

Elektronik fr Renndistanz entscheidend

Ein Beispiel dafr war das Jerez-Rennen im Vorjahr. Andrea Iannone aktivierte damals beim Start irrtmlich das Regenmapping. Auf trockener Strecke dauerte es einige Runden, bis die Elektronik von selbst auf die hohen Gripverhltnisse reagierte. Es war dann zwar kein komplettes Trockenmapping, aber Iannone konnte noch den sechsten Platz erobern. Diese selbstadaptierenden Funktionen sind in der neuen Einheitssoftware nicht mehr enthalten. Smith begrt das: „Es ist gut zu sehen, dass es wieder mehr um die rechte Hand des Fahrers und nicht nur um die Elektronik geht. Das war die Idee hinter dieser nderung.“

Trotzdem knnen die Fahrer weiterhin ber die Knpfe beim linken Griff zum Beispiel die Traktionskontrolle erhhen oder zurcknehmen. „Man arbeitet mit den einprogrammierten Parametern“, erlutert der Tech-3-Fahrer. „Wir haben noch keine unterschiedlichen Mappings eingestellt. So haben wir mit dem schlecht mglichsten Szenario gearbeitet, damit wir sehen knnen, wo wir ansetzen mssen. Es waren nach drei Tagen harte 20 Runden.“

„Die ersten zwlf Runden waren okay, aber wenn dann der Reifen nachlsst, werden die Probleme offensichtlich. Das ist interessant, weil ich glaube, dass man die entscheidende Zeit im letzten Renndrittel holt. Fr diese Phase knnen wir jetzt Mappings entwickeln.“ Die entscheidende Frage ist, ob sich die Rennen dadurch verndern werden? „In der ersten Saisonhlfte wird das sicher passieren“, glaubt Smith. „Aber die Teams werden ihre Pakete auch optimieren. Es knnte wie in der ersten Moto2-Saison werden, als gegen Rennende einige Fahrer stark aufholen konnten.“

Auerdem knnte der Fitnessaspekt eine grere Rolle spielen, wenn gegen Rennende die Motorrder schwieriger zu kontrollieren sind. „Ich glaube nicht, dass ich etwas ndern muss, wenn ich nach drei Tagen in Sepang eine Rennsimulation fahren kann“, lacht Smith. Trotzdem glaubt er: „Es wird sicher den Fahrern in die Karten spielen, die hart trainieren, denn im letzten Renndrittel knnen sich Chancen ergeben. Ich glaube aber, den Fitnessaspekt wird man erst gegen Saisonende sehen. Es ist gut zu wissen, dass man hart arbeiten muss, um das Motorrad kontrollieren zu knnen.“


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