Motorrad-Neuheiten 2016: Klassische Bikes bevorzugt

Motorräder 2016 Retro- und Classic-Bikes Klassische Bikes bevorzugt. Der Markt für Motorräder boomt wieder. Laut Industrie-Verband Motorrad wurden im vergangenen Jahr über 150.000 neue Maschinen in Deutschland zugelassen – das beste Ergebnis seit 2008. Für 2016 erwarten die Experten ähnliche Verkaufszahlen.Mehr zum Thema Foto-Show: Motorräder 2016 Worauf sich Biker freuen dürfen: Neue Technik-Highlights fürs Motorrad Erste Ausfahrt: Honda Africa Twin – die Legende ist lebendiger denn je Neuheiten im Ticker: Die Motorrad-Highlights der Eicma 2015Für Ruprecht Müller vom ADAC Technikzentrum in Landsberg steht das Motorradjahr 2016 unter dem Zeichen von Veränderungen. Grund ist eine neue EU-Typengenehmigungsvorschrift für Motorräder und Fahrzeuge der Klasse L, die seit dem 1. Januar 2016 gilt.Motorräder 2016: Es gibt technische ÄnderungenMotorräder, die dann erstmals zugelassen werden, müssen serienmäßig über ABS, Aktivkohlefilter und eine OBD-Schnittstelle für die Fahrzeugdiagnose verfügen. Außerdem gelten strengere Abgasgrenzwerte und Geräuschvorschriften.Foto-ShowMotorrad-Neuheiten 2016: Die Triumph Bonneville T120 und T120 Black mit neuem wassergekühlten 1,2-Liter-Zweizylindermotor. (Quelle: Hersteller)Klassik und Moderne: Der Mix aus aktueller Technik und klassischem Look wie bei der R nineT Scrambler von BMW ist auch 2016 bei den Bikern angesagt. Retro- und Classic-Bikes weiter beliebt (Quelle: Hersteller)Klassische Neuware: Für rund 8000 Euro ist die Sixty2 von Ducati mit 400 Kubik und 41 PS zu haben. Kleine Bayerin: Die BMW G 310 R mit 34 PS ist das kleinste Motorrad von BMW in 60 Jahren. Für die große Reise: Die Ducati Multistrada 1200 Enduro mit 160 PS und 30-Liter-Tank. Sportlicher Klassiker: Die Yamaha XSR 900 mit 115 PS. 847 Kubik bewegen 195 Kilogramm Leergewicht. Heavy Metal: Die XDiavel von Ducati wiegt 247 Kilogramm und leistet 156 PS. Serienmäßig mit ABS und Traktionskontrolle: die Moto Guzzi V9 Bobber mit 55 PS. Motorräder 2016Retro-Maschinen sind wieder inWie in den vergangenen Jahren sind Retro- und Klassikbikes besonders beliebt. „Unverkleidete Maschinen mit neuer Technik, die einen alten Stil und klassisches Design aufgreifen, hat fast jeder Hersteller im Portfolio“, sagt Ruprecht Müller. Dazu zählen die neue BMW R nineT Scrambler oder die Ducati Scrambler. Viele neue „alte“ Modelle haben auch Moto Guzzi, Triumph und Yamaha im Programm.Supersportler kaum noch gefragtDer Markt für Supersportler mit extrem leistungsstarken Maschinen schrumpft. „Die älter werdenden Fahrer haben wohl mittlerweile entdeckt, dass man auch aufrecht auf dem Motorrad sitzen kann“, sagt Müller. Neben den Retrobikes seien auch einfache, unverkleidete Maschinen gefragt, oft mit einer Leistung zwischen 70 und 110 PS. „Höchstleistung und Höchstgeschwindigkeit scheinen bei vielen Motorradfahrern nicht mehr ganz so wichtig zu sein“, sagt er. Interessanter: das direkte, unmittelbare Fahrerlebnis.Moderne Technik, klassischer LookAuch Achim Marten vom Industrie-Verband Motorrad Deutschland (IVM) sieht diesen Trend. „Es geht klar in Richtung hochmoderner Motorräder in klassischer Linie, von manchen Herstellern als Retro-Linie oder Hommage an bestehende Typen konzipiert, aber immer basierend auf dem Stand der Technik“, sagt er. Ein weiterer Trend sei das Customizing, also ein Motorrad klassischen Zuschnitts mit Zusatzteilen des Herstellers oder markenunabhängiger Manufakturen zu individualisieren. Achim Kuschefski vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) sieht als Trend, dass unabhängig von der Fahrzeugkategorie immer häufiger Fahrerassistenzsysteme in die Maschinen integriert werden.

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