Motorradfahrer am Süßen See – Werden die Rennen in Seeburg gestoppt? – Mitteldeutsche Zeitung

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Nicht alle Motorradfahrer halten sich an die Regeln.


(BILD: Klaus Winterfeld)

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Anwohner beklagen Raserei und Lärm. Der Petitionsausschuss des Landtages beschäftigt sich am Donnerstag erstmals mit der Problematik am Süßen See.

Seeburg

Motorradfahrer warten bereits sehnsüchtig auf die neue Saison. Die Einwohner von Seeburg sehen dieser Zeit eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie erhoffen sich Unterstützung vom Petitionsausschuss des Landtages, den Rasern unter den Motorradfahrern im Erholungsgebiet am Süßen See Einhalt zu gebieten. Vertreter des Ausschusses – Eduard Jantos (CDU) als Sprecher Fuer den Bereich Bau und Verkehr sowie Uwe Loos (Die Linke) – informierten sich gestern vor Ort über die Situation.

Nervige Rennen zwischen Seeburg und Neehausen

Das Problem der Seeburger, das vor allem Motorradrennen auf der Schlangenstraße zwischen Seeburg und Neehausen und die damit einhergehende Lärmbelästigung umfasst, soll auf der heutigen Sitzung des Petitionsausschusses in Magdeburg thematisiert werden. „Es wird nicht einfach, eine Lösung zu finden“, schätzte Jantos gegenUeber der MZ ein. Dennoch sei das Gespräch gestern vor Ort die „Grundlage Fuer eine sachgemäße Bearbeitung der Petition“ gewesen. Die Initiatoren aus dem Seegebiet sollen ihm zufolge nach der heutigen Beratung einen Zwischenbescheid erhalten, so Jantos.

Aus seiner Sicht müsse unbedingt eine Lösung Fuer die Problematik gefunden werden. Denn das Erholungsgebiet rund um den Süßen See sei äußerst wichtig Fuer den Landkreis Mansfeld-Südharz und ziehe viele Ausflügler aus dem Einzugsgebiet Halle an, was wiederum Arbeitsplätze im Tourismus Fuer die Region bedeute.

Vertreter des Petitionsausschusses waren gestern in Seeburg vor Ort.

Vertreter des Petitionsausschusses waren gestern in Seeburg vor Ort. 
(BILD: Klaus Winterfeld)

In der Petition, in der wirksame bauliche Maßnahmen gegen die Motorradrennen gefordert werden, ging von den drei Ortsbürgermeistern aus Seeburg, Neehausen und Aseleben aus. Sie wissen viele Einwohner hinter sich, die mit ihrer Unterschrift das Ansinnen unterstützen. Zu den Erstunterzeichnern gehörten neben Seegebietsbürgermeister Jürgen Ludwig (parteilos) auch alle Mitglieder des Seegebietsgemeinderates bis auf eine Ausnahme (die MZ berichtete). Insgesamt kamen 524 Unterschriften zusammen. Sie wurden gestern an die Vertreter des Landtages übergeben.

Bisherige Maßnahmen hatten keinen Erfolg

Zum Lokaltermin, bei dem auch Vertreter des zuständigen Ministeriums, des Landesverwaltungsamtes, des Verkehrsamtes des Landkreises, der Polizei sowie Bürgermeister des Seegebietes anwesend waren, wurde auch deutlich, dass bereits getroffene Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern und Polizeikontrollen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Es habe zwar keine schweren Verkehrsunfälle mehr gegeben, so Jantos. Die Motorradfahrer würden sich aber über Mobilfunk zu Rennen verabreden und sich über Mobilfunk auch über Polizeikontrollen informieren. Wenn die Beamten dann vor Ort eintreffen, sei meistens schon alles vorbei, sprach Ortsbürgermeister Günther Saken von seine Erfahrungen. „Die Schilder helfen gar nichts“, hatte er bereits zu einem früheren Zeitpunkt festgestellt.

Sein Vorschlag, die Kreisstraße mit einem Rüttelstreifen auszustatten, fand bislang kein Gehör. Inwieweit sich eine solche Maßnahme umsetzen lässt, soll nun der Petitionsausschuss prüfen. Ortsbürgermeister Saken rief die Runde eindringlich auf: „Man möge bitte den Leidensdruck der Bürger als Aufgabe betrachten und weiter an einer Lösung arbeiten, statt in Bedenken untätig zu verharren.“

Ihm zufolge gab es leider beim gestrigen Gespräch auch Bedenkenträger, vor allem im Bereich der Behördenvertreter, die mehr die Argumente, was nicht gehe, im Kopf hätten. Auch sei die Meinung geäußert worden, mit Tempo 30 habe man schon das Äußerste getan, so Saken. (mz)
















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