Mr. King Kerosin und die politisch korrekte Chance

26 February 2016 | 9:20 am

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 8/2016/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Würzburg, den 26. Februar 2016 – Über die Frage nach der politisch korrekten Wortwahl im Umgang mit Bewerbern haben wir in diesem Forum trefflich philosophiert – Sie erinnern sich? Es ging darum, ob dieser Satz in einer Stellenanzeige – „Unternehmen geben Bewerbern eine Chance“ – erlaubt ist oder unfair gegenüber den Jobsuchenden (die ganze Diskussion siehe hier. Dazu erreicht uns wie so oft vielfältige und gescheite Leserpost.

Zum Beispiel von Matthias Schlich vom Autohaus Klaus Lammel, das neben Opel auch Zweiräder der Marke Junak und Scomadi vermarktet sowie im Reparaturgeschäft vieler Zweiradmarken kompetent unterwegs ist: „Hach ist das immer wieder schön, wenn sich Menschen an Wortklaubereien aufhängen und glauben, dass sich stets ein schlechter Hintergedanke hinter den Formulierungen der Texte versteckt. Eine Chance zu bekommen in einem gut funktionierenden Betrieb unterzukommen, ist doch prima. Eine solche Chance bietet sich nicht jedem – und deshalb ist es das doch Wert, explizit erwähnt zu werden. Dass in solchen Betrieben kaum ein Arbeitsplatz frei wird, weil dort vielleicht alle zufrieden sind und dort nicht aufhören wollen, ist für viele Bewerber bedauerlich. Wenn der Zeitpunkt dann gekommen ist, weil z.B. durch Renteneintritt ein Arbeitsplatz frei wird, sollte dies den Bewerbern und Interessenten doch mitgeteilt werden; das ist doch dann eine echte Chance für den neuen Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin. Immer wieder liest man z.B. im World Wide Web von versteckten Verunglimpfungen in Arbeitszeugnissen, weil dort steht das der Arbeitgeber voll Zufrieden war und nicht „stets“ voll Zufrieden gestellt werden konnte. Dass es sich hier „nur“ um eine gute Bewertung handelt,…

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