MV Agusta Brutale 800: Das Naked-Bike im Test – SPIEGEL ONLINE

20 February 2016 | 7:25 am

Der erste Eindruck: Boah. Was für ein schönes Motorrad.

Das sagt der Hersteller: „Wir sind glücklich, dass wir einen idealen Partner gefunden haben“, sagt Giovanni Castiglioni, der Chef von MV Agusta. Er meint damit Mercedes AMG.

Die Schwaben haben vor zwei Jahren ein Viertel der MV-Anteile gekauft, gemeinsam starten die beiden Fahrzeughersteller jetzt eine neue Marketing- und Vertriebskooperation: Ab sofort sollen in 172 AMG-Stützpunkten weltweit auch MV-Agusta-Modelle in den Showrooms stehen.

Castiglioni ist ein kühler Rechner. Er weiß genau, dass er die stagnierenden Verkaufszahlen von MV Agusta weiter nach oben pushen muss, um im Geschäft zu bleiben. Dafür braucht er neben den Verkaufsschlagern Dragster RR und Turismo Veloce eine starke Brutale als Brot-und-Butter-Modell.

Das ist uns aufgefallen: Die neue Brutale hat im Vergleich zum Vorläufermodell weniger PS. Aus 125 wurden 116. Grund dafür sind eine neuen Auspuffanlage und Airbox sowie eine stark veränderte Steuerungselektronik. Die Maßnahmen waren nötig, damit der Dreizylindermotor mit 798 Kubik die seit Anfang dieses Jahres verbindliche Euro-4-Norm erfüllt.


Drei Töpfe für ein Halleluja: Der Dreizylinder ist ein Traumtriebwerk
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MV Agusta

Drei Töpfe für ein Halleluja: Der Dreizylinder ist ein Traumtriebwerk

Aber in diesem Fall ist weniger auch mehr: Während die schiere Power bei der Vorgängerin noch wie ein Blitz unvermittelt einschlug, entfaltet das Triebwerk jetzt auch schon aus tiefen Drehzahlregionen enormen Druck. Spätestens ab 6000 Umdrehungen dann machen die drei Zylinder nach wie vor so viel Aufstand, dass man die Brutale einem Fahranfänger nicht ohne schlechtes Gewissen überlassen kann.

Auch sonst hat das Modelljahr 2016 der Brutale in puncto Benehmen dazugelernt. Bisher war die Maschine dafür bekannt, dass sie messerscharf und extrem agil in die Spur zu führen ist, aber nur, solange sie am Gas hängt. Gemächliche Gangart…

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