Prozess um Kutten-Klau

3 March 2016 | 12:14 am

Hoheluft – Vor drei Monaten tänzelte eine aufgetakelte Transe in Rockerjacke über die Große Freiheit, der Film landete im Internet – und Hamburgs Kiez lachte sich scheckig!

Der schwarze Lederlappen gehörte dem damaligen „Mongols MC“-Chef Erkan Uzun (37). Er saß derweil mit demoliertem Gesicht in seiner Penthouse-Wohnung und schwor Rache für den Kutten-Klau. Mittwoch hätte er sie haben können…

Prozess gegen Jose-Eduardo B. (35), Frank K. (34) und Abdul E. (31). Sie sind die Männer, die damals nachts um vier Uhr zu einer „Unterredung“ bei U. aufkreuzten und sitzen seitdem in U-Haft. Ihre Taktik vor Gericht: schweigen, abwarten, ob U. auspackt.

Der geschasste Rocker-Präsident kam um 13 Uhr.

Rote Daunenjacke, dicker Fleece-Pulli, schwarze Jogginghose. Im Gesicht die MFFM-Tattoos („Mongols forever forever Mongols“). Kurz nach dem Vorfall wurde er selbst festgenommen, sitzt jetzt eine widerrufene Bewährungsstrafe ab.

U. sagte: „Ich verweigere die Aussage, da ich selber noch ein Verfahren habe.“ Genehmigt. Und so marschierte er zurück in seine Zelle, würdigte die Angeklagten keines Blickes.

Anschließend drei Mini-Geständnisse.

K.: „Ich habe Erkan etwas über das Maß hinaus geschlagen…“ Eigentlich habe man einen Streit klären wollen, aber U. habe im Kokain-Rausch mit einer Waffe gedroht. B.: „Ich nahm die Kutte, um ihn zu ärgern, das war vorher nicht geplant.“

Das Gericht gab sich damit zufrieden. Urteil: Bewährungsstrafen zwischen acht und zwölf Monaten.

http://www.bild.de/regional/hamburg/motorradclub/streit-unter-rockern-endet-mit-bewaehrungsstrafen-44784300.bild.html

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