Red Devils wollen Rundgänge reduzieren

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Sie berichten von einem Vorfall, nur sie waren nicht da – Polizei sieht keine Rockerstreifen.

Tuttlingen – Die Rocker der Red Devils MC haben ihre Patrouillenläufe in der Stadt Tuttlingen eingeschränkt. Das haben sie jedenfalls jetzt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. „Wir werden unsere Rundgänge minimieren. Natürlich werden wir einschreiten, wenn sich jemand bedroht fühlt“, heißt es dort.

https://www.facebook.com/Rdmc-Tuttlingen-949953085039238/

Die Red Devils berichten auf Facebook von einem Fall bei dem sie hätten eingreifen müssen: „Einen Zwischenfall gab es leider doch, wo das 22-jährige Mädel aus Tuttlingen angegangen worden ist. Leider bekamen wir diese Information zu spät.“ Ihre Schlussfolgerung: „Aber im Vergleich zu den Wochen vorher kann man durchaus sagen, dass es ruhig in Tuttlingen war.“ Die Rundgänge seien wie angekündigt ruhig und sachlich“ verlaufen. Unterstützung hätten sie jedenfalls von befreundete Security-Firmen, Motorradclubs und auch Zivilisten“ bekommen.

280 Zuschriften erhalten

Nach ihrem Aufruf, wegen der vermeintlichen Unsicherheit vieler Menschen in den Abend- und Nachtstunden in Tuttlingen, verstärkt aufzupassen, hätten die Red Devils laut ihres Facebook-Eintrags 280 Zuschriften erhalten. Darin seien sie ermutigt worden, „trotz der Negativpropaganda seitens der Stadt und der Polizei weiter zu machen“.

Eine erwartbare Kritik kommt von den Rockern in Richtung Polizei: „Die Polizei fährt verstärkt Streife und zeigt Präsenz. Das waren ihre Worte. Wenn es nicht so traurig wäre, würden wir lachen. Eure verstärkte Präsenz waren zwölf Minuten. Zwölf Minuten. Revier raus, Innenstadt, Clubhaus, Weimarstraße, Bahnhofstraße und zurück ins Warme.“

Gigantisches Strohfeuer

Die Ankündigung der Red Devils hatten Stadt, Polizei und Landesregierung kritisch gesehen. „Am liebsten wäre es mir, wenn wir sie gar nicht auf der Straße sehen würden. Sie bilden einen Schwerpunkt der Polizeiarbeit, etliche Rocker sind auch hinter Gittern“, sagte erst vor wenigen Tagen Innenminister Reinhold Gall (SPD) im Interview mit unserer Zeitung.

Für Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck ist von dem Aufruf der Red Devils nicht mehr viel übrig geblieben. „Jetzt wird es mehr als deutlich: Die großspurige Ankündigung der Red Devils, als selbsternannte Bürgerwehr für Sicherheit zu sorgen, war nur ein gigantisches Strohfeuer. Dass hinter den Ankündigungen wenig steckte, muss einen natürlich erleichtern“, lässt er über Stadtsprecher Arno Specht mitteilen. In einem Rechtsstaat käme laut Beck ausschließlich die Polizei für Ordnung und Sicherheit sorgen. „Nach wie vor verwerflich ist allerdings, dass eine Rockergruppe bestehende Ängste genutzt und neue geschürt hat, um billige PR zu betreiben. Solche Aktionen sind mit schuld daran, dass das gesellschaftliche Klima derzeit immer aggressiver wird“, urteilt Beck.

Polizei sieht keine Rockerstreife

Laut Polizei sei es bei der Ankündigung der Rocker geblieben: „Die Polizei hat keine einzige Rockerstreife zu Gesicht bekommen“, sagt Polizei-Pressesprecher Dieter Popp. Wenn es solche Vorkommnisse gegeben hätte, dann hätten die Beamten auch reagiert mit Platzverweis und einer entsprechende Anzeige. Popp: „Aber das war nur Geplänkel. Offensichtlich hat eine Gruppierung versucht, ein politisches Ereignis für sich zu nutzen. Im Übrigen eine Gruppierung, die nicht unbedingt für recht und Ordnung steht.“

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Red-Devils-wollen-Rundgaenge-reduzieren-_arid,10390578_toid,705.html


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