Rockerclubs und Deutschrapper: die Chronologie einer innigen Liebe | NOISEY

 

Noisey BlogRockerclubs und Deutschrapper: die Chronologie einer innigen Liebevon Georg Bakuninsubmit17Screenshot von YouTube aus dem Video „Flex, Sluts, Rock’n’Roll“ von KollegahFrüher war alles besser. Motorradfahrende Familienväter mit dem nötigen Ehrenkodex sorgten für Ruhe auf dem Kiez und Rapper reichten sich in der Cypher nach dem Battle die Hände. Die Stieber Twins keepten es real und Frank Hanebuth sicherte mit seinen Jungs die Diskotüren der Republik. Friede, Freude, Eierkuchen. Wollten Motorradclubs Präsenz zeigen, sperrten sie ganze Straßenzüge ab und knatterten durch die City. Ansonsten waren die Rocker durchaus gerngesehene Gäste in Rathäusern und auf Straßenfesten. Etwas knorrige, aber eigentlich grundsympathische Typen. „Immer noch besser als die Albaner“ lautete der Tenor vielerorts. Wollte man sich wiederum im Rap-Game beweisen, forderte man David P oder MC Rene zum Freestyle-Battle heraus. Als MC konnte man damals auch noch ohne Probleme im Morgenmagazin auftreten, keine Moderatorin musste befürchten, dass Mütter gefickt werden. Potentielle HoGeSa-Fans vermissen heute die Zeit der „anständigen Rocker“, als die alte Garde noch das Sagen hatte. Und Menschen, die immer noch Cora E hören sind sehr traurig, dass ihre Musik so verhunzt wurde von diesen Typen, die nie Rilke gelesen haben und überhaupt nicht wissen, wer Torch ist. Das Problem an der Sache ist nur: Rocker waren noch nie anständige Typen. Auch damals schon verdienten sie ihr Geld mit Prostitution, Menschenhandel und Waffen. Und euer Rap? Der war halt größtenteils scheiße.

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