Suzuki: Altes Chassis mit neuem Motor ein Fortschritt

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04. Februar 2016 – 09:51 Uhr

Aleix Espargaro

Beide Suzuki-Fahrer loben den neuen Motor, aber bevorzugen das alte Chassis

© www.suzuki-racing.com

(Motorsport-Total.com) – Whrend Aprilia beim Malaysia-Test noch auf das neue Motorrad warten musste, brachte Suzuki viele Neuerungen nach Sepang. Es gab ein neues Chassis, einen neuen Motor, das neue Seamless-Getriebe und eine neue Hinterradschwinge. Dazu stand die Arbeit mit der neuen Einheitselektronik und den Michelin-Reifen im Fokus. In der kombinierten Zeitenliste aller drei Tage belegten Maverick Vinales und Aleix Espargaro die Pltze zwlf und 13. Der Rckstand betrug rund 1,6 Sekunden. Abgesehen von Lorenzos Fabelzeit war Suzuki nur knapp hinter Honda und Ducati zu finden.

Vor allem der neue Suzuki-Motor ist ein deutlicher Fortschritt. „Die Fahrer meinen, dass sich der Charakter des Motors nicht verndert hat“, sagt Teammanager Davide Brivio. „Das ist sehr wichtig, denn man will einen sanften, fahrbaren Motor haben.“ Vinales schildert seine Eindrcke so: „Am positivsten ist der Motor, er ist viel besser. Trotzdem knnen wir noch nicht die ganze Power nutzen. Auf der Geraden konnte ich Marquez folgen. Im vergangenen Jahr war das unmglich.“

Offizielle Topspeed-Messungen gab es in Sepang nicht. Die Suzuki-Ingenieure versuchten sogar mit einer Radarpistole an Werte zu kommen. Ganz reibungslos lief es mit dem neuen Motor nicht. Bei Espargaro gab es zwei Defekte. „Beim Motormapping haben wir dann eine sichere Einstellung gewhlt, damit es keinen weiteren Schaden gibt“, berichtet der Spanier die Sicherheitsmanahme. „Dadurch war die Gaskontrolle nicht optimal.“

Altes Chassis in Sepang besser

Prinzipiell absolvierten beide Fahrer Vergleichstests mit dem alten und dem neuen Chassis. In beiden Motorrdern war der neue Motor eingebaut. Und beide Fahrer kommen zu dem gleichen Urteil: „Das Handling des 2016er-Chassis ist sehr gut, aber wir haben keinen Grip“, macht Espargaro die Problemzone aus. „Das 2015er-Chassis ist momentan besser. Mit dem neuen Chassis war ich um eine halbe Sekunde langsamer – das ist viel.“ Teamkollege Vinales stimmt zu: „Wenn das Turning beim neuen Chassis besser wird, dann werde ich darauf wechseln.“

Mhsam war auch die Arbeit mit der neuen Einheitselektronik. Ist sie besser als die alte Suzuki-Elektronik? „Noch nicht, aber wir sind nicht weit davon entfernt“, findet Espargaro und macht die Motorbremse als kniffligste Sache aus: „Ich htte nicht erwartet, dass wir damit Probleme haben wrden. Manchmal blockierte der Hinterreifen und die Ingenieure standen vor einem Rtsel. Am letzten Tag gelangen uns Fortschritte, aber so wie mir das Motorrad die Power gibt, ist nicht wie ich mir das vorstelle. Die Elektronik wird aber stndig besser.“

Auch in diesem Punkt stimmt Vinales zu: „Die neue Elektronik ist fr uns noch sehr schwierig, vor allem bei der Motorbremse. Man braucht eine gute Motorbremse, um das Bike abzubremsen. Wenn es nicht optimal eingestellt ist, wird die Beschleunigung schwierig, weil man die Rder nicht dort positionieren kann, wo man will. In diesen drei Tagen sind uns groe Fortschritte gelungen, aber es gibt noch Potenzial.“ Trotzdem gab es auch positive Aspekte, wie Espargaro betont: „Vor allem die Traktionskontrolle konnten wir deutlich verbessern. Mit dem 2015er-Bike hatte ich ein sehr gutes Gefhl.“

Generell gesehen ist Suzuki mit dem Testauftakt zufrieden. Potenzial ist vorhanden, nun muss das ganze Paket optimal abgestimmt werden. „Wir sind zufrieden, weil wir viele positive und nur wenige negative Dinge gefunden haben“, sagt Vinales abschlieend. „Wenn wir weiterarbeiten und bei der Elektronik mehr finden, dann knnen wir der Spitze nahe sein. Ich meine, Jorge und Valentino sind momentan sehr stark, aber Marc und Iannone knnen wir nahekommen.“ Beim nchsten Test in zwei Wochen in Australien wird auch das Suzuki-Testteam dabei sein.


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