Tim K. Keller Offener Brief an Feras und die BILD

Tim K. Keller

Offener Brief an Feras und die BILD: (Teilen erwünscht!)

Hallo Feras, Hallo BILD,

ich saß heute beim Friseur und habe die BILD gelesen, die vor mir lag und ich stieß auf den angeführten Artikel.

Deshalb möchte ich Dir/Euch folgendes sagen:

Als Bewohner dieses Landes, als Deutscher und als Mann mit Anstand heiße ich Dich als Flüchtling willkommen. Du kommst aus Syrien aus der Stadt Aleppo und das ist fürwahr ein Kriegsgebiet.
Du hast unseren Schutz verdient und wenn der Krieg in Syrien vorbei ist, dann gehst Du ja auch zurück und baust Dein Land wieder auf. Davon gehe ich aus. Unsere Soldaten kämpfen ja schon für Syrien, aber aufbauen musst Du dann schon selber. Aber dabei werden wir bestimmt auch helfen.
Als ich dann aber las, dass Du um Deine Frau Nazly bangst, da musste ich laut auflachen.
Das ist doch wohl ein Scherz, oder?
Persönlich möchte ich Dir sagen, dass Du für mich ein feiger Waschlappen bist.
Ich kenne keinen einzigen richtigen Mann, der seine eigene Frau in einer umkämpften Stadt alleine zurück lässt. Das ist feige und ehrlos. Punkt! Jetzt darf sie zudem mit vielen anderen jungen, alleinstehenden Männern gemeinsam fliehen. Da bangst Du dann sicher auch ein zweites Mal, oder?
Und an die BILD,
warum bietet Ihr diesem Mann so eine Plattform? Warum berichtet Ihr nicht über Obdachlose, Kinderheime und Tierheime. Über die Pflegekräfte, die Unmenschliches leisten oder die alten Menschen in unserem Land, von denen viele inzwischen selber leiden.
Warum berichtet Ihr nicht darüber, dass Finanzminister Schäuble vor einigen Wochen die deutschen Sparguthaben als Sicherheiten für die Politik und Banken freigegeben hat?
Das wäre doch mal interessant und eine angemessene Berichterstattung.
Aber möglicherweise nicht gewünscht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Kurzum, Feras, als Flüchtling bist Du willkommen, aber ich habe keinen Funken Respekt für Dich übrig.
Aber das ist nun mal freie Meinungsäußerung und ich hoffe, noch kein Straftatbestand.

Frei und unbeugsam.

Tim K.

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Quelle: Tim K. Keller

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